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Pflege

Zimmertanne Pflege: Der komplette Ratgeber

Alles über die Pflege von Zimmertanne: Standort, Gießen, Düngen, Umtopfen, Überwintern und typische Fehler – verständlich erklärt.

Araucaria heterophylla4 Min. LesezeitPflegeaufwand: Fortgeschrittene
Zimmertanne – botanisches Art- oder Sortenbeispiel
Foto: Agnieszka Kwiecień, Nova · CC BY-SA 4.0 · BildnachweisArt- oder Sortenbeispiel; Aussehen und Wuchs können abweichen.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Zimmertanne (Araucaria heterophylla) wird von der ASPCA als nicht giftig für Katzen, Hunde und Pferde eingestuft. ASPCA: Araucaria heterophylla.

Diese Einstufung ist keine Verzehrempfehlung und keine Freigabe für Menschen oder sämtliche Tierarten. Bei Beschwerden nach Aufnahme tierärztlichen Rat einholen.

Redaktioneller Sicherheitsstand: 10.10.2026. Diese Angaben ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung.

Bei Vergiftungsverdacht bei Menschen: Die passende Anlaufstelle nach Aufenthaltsland wählen.

Bei Lebensgefahr sofort die Rettung alarmieren: Österreich 144, Deutschland 112, Schweiz 144.

Bei Tieren: Eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren.

Wer sich für Zimmertanne entscheidet, holt sich ein Stück Norfolkinsel ins Wohnzimmer. Die Art stammt aus der Familie der Araukariengewächse und ist ursprünglich in Norfolkinsel beheimatet. Die Pflege ist nicht schwierig, verlangt aber etwas Aufmerksamkeit bei Standort und Wasserversorgung.

In diesem Ratgeber erfahren Sie Schritt für Schritt, worauf es bei der Pflege ankommt – vom idealen Standort über das richtige Gießen bis hin zum Umtopfen und Überwintern.

Steckbrief auf einen Blick

Botanischer Name
Araucaria heterophylla
Familie
Araukariengewächse
Herkunft
Norfolkinsel
Licht
hell, ohne direkte Mittagssonne
Gießen
mäßig – etwa 1-mal pro Woche im Sommer
Luftfeuchte
mittel
Mindesttemperatur
5 °C
Wuchs
langsam, bis ca. 200 cm
Pflegeaufwand
Fortgeschrittene
Sicherheit
Für Katzen und Hunde als nicht giftig gelistet

Standort

Zimmertanne bevorzugt einen Platz, der hell, ohne direkte Mittagssonne ist. Gut geeignet sind Ost- oder Westfenster bzw. hinter einem lichtdurchlässigen Vorhang am Südfenster. Als Richtwert gelten 2.000–10.000 Lux – ein Wert, den Sie mit einer kostenlosen Lichtmesser-App am Smartphone grob überprüfen können.

Die Temperatur sollte ganzjährig nicht unter 5 °C fallen. Die Pflanze verträgt auch kühlere Räume und schätzt im Winter sogar eine Ruhephase bei niedrigeren Temperaturen.

Gießen

Der Wasserbedarf ist mäßig: gießen, sobald die oberen 2–3 cm Erde trocken sind. Im Sommer bedeutet das in der Regel etwa 1-mal pro Woche, im Winter alle 2–3 Wochen. Die Fingerprobe ist zuverlässiger als jeder starre Gießplan – stecken Sie einen Finger einige Zentimeter tief in die Erde, bevor Sie zur Gießkanne greifen.

Verwenden Sie möglichst zimmerwarmes, kalkarmes Wasser. Wasser, das sich nach 15 Minuten im Untersetzer oder Übertopf sammelt, wird ausgeleert – Staunässe ist bei Zimmertanne eine der häufigsten Ursachen für Wurzelfäule.

Die Luftfeuchtigkeit sollte mittel sein – ideal sind 50–60 % Luftfeuchtigkeit. Ein Luftbefeuchter, eine Schale mit Wasser und Blähton oder die Gruppierung mehrerer Pflanzen helfen besonders im Winter.

Düngen

Für Zimmertanne eignet sich Grünpflanzen-Flüssigdünger, verabreicht alle 2–3 Wochen von März bis September. Von Oktober bis Februar wird die Düngung eingestellt oder stark reduziert, da die Pflanze in dieser Zeit kaum wächst. Frisch umgetopfte Pflanzen benötigen in den ersten sechs bis acht Wochen keinen Dünger, weil neue Erde bereits vorgedüngt ist.

Umtopfen & Erde

Als bisherige Substratorientierung gilt hochwertige, torffreie Grünpflanzenerde, gemischt mit etwa 20 % Perlite oder Pinienrinde; spezielle Artanforderungen haben Vorrang. Ob ein Topfwechsel nötig ist, nach Wurzelraum, Substratzustand und tatsächlichem Wachstum entscheiden, nicht allein nach einer festen Jahreszahl.

Für gewöhnliche erdgebundene Topfpflanzen sind geeignete Abzugslöcher und eine passende Substratstruktur wichtiger als eine separate grobe Bodenschicht. Eine zusätzliche Blähtonschicht ist keine allgemeine Pflicht; Kies im äußeren Übertopf ist von einer Schicht unter der Erde im Pflanztopf zu unterscheiden. (Illinois Extension: Topfdrainage).

Beim Umtopfen die spezifische Pflanzenkultur berücksichtigen. Nicht pauschal jedes Mal sämtliche Erde abschütteln, Wurzeln zurückschneiden oder unabhängig von der Art in einen deutlich größeren Topf wechseln.

Schneiden

Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht notwendig. Entfernen Sie lediglich vergilbte oder vertrocknete Blätter möglichst nah an der Basis. Verwenden Sie immer ein scharfes, sauberes Werkzeug, um Infektionen zu vermeiden.

Überwintern

Im Winter sinkt das Lichtangebot deutlich. Stellen Sie Zimmertanne daher möglichst nah ans Fenster, reduzieren Sie die Wassergaben und halten Sie Abstand zu Heizkörpern. Eine kühlere Phase zwischen 5 und 15 °C wirkt sich positiv aus.

Ist Zimmertanne giftig?

Zimmertanne (Araucaria heterophylla) wird von der ASPCA als nicht giftig für Katzen, Hunde und Pferde eingestuft. ASPCA: Araucaria heterophylla.

Diese Einstufung ist keine Verzehrempfehlung und keine Freigabe für Menschen oder sämtliche Tierarten. Bei Beschwerden nach Aufnahme tierärztlichen Rat einholen.

Profi-Tipp

Gut zu wissen: Die Zimmertanne darf nicht gekappt werden – eine abgeschnittene Spitze wächst nie wieder nach.

Die häufigsten Pflegefehler

  • Zu häufiges Gießen und Staunässe im Übertopf
  • Zu dunkler Standort im Winter
  • Trockene Heizungsluft direkt über dem Heizkörper
  • Dünger im Winter oder direkt nach dem Umtopfen
  • Kaltes, kalkhaltiges Leitungswasser

Häufige Fragen

Wie oft muss man Zimmertanne gießen?

Im Sommer etwa 1-mal pro Woche, im Winter alle 2–3 Wochen. Entscheidend ist, dass gießen, sobald die oberen 2–3 cm Erde trocken sind.

Welcher Standort ist ideal für Zimmertanne?

Ein Platz, der hell, ohne direkte Mittagssonne ist – zum Beispiel Ost- oder Westfenster bzw. hinter einem lichtdurchlässigen Vorhang am Südfenster.

Ist Zimmertanne für Anfänger geeignet?

Mit etwas Aufmerksamkeit ja – Standort und Gießen sollten stimmen.

Ist Zimmertanne giftig für Katzen?

Zimmertanne (Araucaria heterophylla) wird von der ASPCA als nicht giftig für Katzen, Hunde und Pferde eingestuft. Diese Einstufung ist keine Verzehrempfehlung und keine Freigabe für Menschen oder sämtliche Tierarten. Bei Beschwerden nach Aufnahme tierärztlichen Rat einholen.