Elefantenohr Pflege: Der komplette Ratgeber
Alles über die Pflege von Elefantenohr: Standort, Gießen, Düngen, Umtopfen, Überwintern und typische Fehler – verständlich erklärt.

Sicherheit für Menschen und Haustiere
Die bisherige redaktionelle Einstufung enthält einen Giftigkeitswarnhinweis; die artspezifische Bewertung für Menschen und einzelne Tierarten ist noch nicht vollständig quellengeprüft.
Eine fehlende Bestätigung bedeutet weder Giftigkeit noch Unbedenklichkeit. Nicht verzehren und bis zur Klärung außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren halten; bei vermuteter Aufnahme fachlichen Rat einholen.
Redaktioneller Sicherheitsstand: 10.10.2026. Diese Angaben ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung.
Bei Vergiftungsverdacht: Für Menschen in Österreich Vergiftungsinformationszentrale: 01 406 43 43 (Informationen des Gesundheitsportals). Für Tiere eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren.
Elefantenohr gehört zu den Zimmerpflanzen, die mit wenigen, aber richtigen Handgriffen über viele Jahre gesund bleiben. Die Art stammt aus der Familie der Aronstabgewächse und ist ursprünglich in Südostasien beheimatet. Die Pflege ist nicht schwierig, verlangt aber etwas Aufmerksamkeit bei Standort und Wasserversorgung.
In diesem Ratgeber erfahren Sie Schritt für Schritt, worauf es bei der Pflege ankommt – vom idealen Standort über das richtige Gießen bis hin zum Umtopfen und Überwintern.
Steckbrief auf einen Blick
- Botanischer Name
- Alocasia macrorrhizos
- Familie
- Aronstabgewächse
- Herkunft
- Südostasien
- Licht
- hell, ohne direkte Mittagssonne
- Gießen
- reichlich – 2- bis 3-mal pro Woche im Sommer
- Luftfeuchte
- hoch
- Mindesttemperatur
- 18 °C
- Wuchs
- schnell, bis ca. 200 cm
- Pflegeaufwand
- Fortgeschrittene
- Sicherheit
- Vorsicht: Detailprüfung offen
Standort
Elefantenohr bevorzugt einen Platz, der hell, ohne direkte Mittagssonne ist. Gut geeignet sind Ost- oder Westfenster bzw. hinter einem lichtdurchlässigen Vorhang am Südfenster. Als Richtwert gelten 2.000–10.000 Lux – ein Wert, den Sie mit einer kostenlosen Lichtmesser-App am Smartphone grob überprüfen können.
Die Temperatur sollte ganzjährig nicht unter 18 °C fallen. Kalte Zugluft, etwa beim Stoßlüften im Winter, sollte vermieden werden.
Gießen
Der Wasserbedarf ist reichlich: den Wurzelballen gleichmäßig feucht halten, ohne Staunässe. Im Sommer bedeutet das in der Regel 2- bis 3-mal pro Woche, im Winter etwa 1-mal pro Woche. Die Fingerprobe ist zuverlässiger als jeder starre Gießplan – stecken Sie einen Finger einige Zentimeter tief in die Erde, bevor Sie zur Gießkanne greifen.
Verwenden Sie möglichst zimmerwarmes, kalkarmes Wasser. Wasser, das sich nach 15 Minuten im Untersetzer oder Übertopf sammelt, wird ausgeleert – Staunässe ist bei Elefantenohr eine der häufigsten Ursachen für Wurzelfäule.
Die Luftfeuchtigkeit sollte hoch sein – mindestens 60 %, besser 70 % Luftfeuchtigkeit. Ein Luftbefeuchter, eine Schale mit Wasser und Blähton oder die Gruppierung mehrerer Pflanzen helfen besonders im Winter.
Düngen
Für Elefantenohr eignet sich Grünpflanzen-Flüssigdünger, verabreicht alle 2–3 Wochen von März bis September. Von Oktober bis Februar wird die Düngung eingestellt oder stark reduziert, da die Pflanze in dieser Zeit kaum wächst. Frisch umgetopfte Pflanzen benötigen in den ersten sechs bis acht Wochen keinen Dünger, weil neue Erde bereits vorgedüngt ist.
Umtopfen & Erde
Ideal ist hochwertige, torffreie Grünpflanzenerde, gemischt mit etwa 20 % Perlite oder Pinienrinde. Da die Pflanze schnell wächst, wird sie meist jährlich im Frühjahr in einen Topf umgesetzt, der rundum etwa zwei bis vier Zentimeter größer ist. Ein Abzugsloch und eine Drainageschicht aus Blähton sind Pflicht.
- Pflanze am Vortag gießen, damit sich der Ballen leichter löst.
- Aus dem alten Topf nehmen und alte Erde vorsichtig abschütteln.
- Faule oder abgestorbene Wurzeln mit einer sauberen Schere entfernen.
- Drainage in den neuen Topf füllen, etwas Substrat darauf geben.
- Pflanze auf gleicher Höhe wie zuvor einsetzen, auffüllen und leicht andrücken.
- Angießen und einige Tage etwas schattiger stellen.
Schneiden
Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht notwendig. Entfernen Sie lediglich vergilbte oder vertrocknete Blätter möglichst nah an der Basis. Verwenden Sie immer ein scharfes, sauberes Werkzeug, um Infektionen zu vermeiden.
Überwintern
Im Winter sinkt das Lichtangebot deutlich. Stellen Sie Elefantenohr daher möglichst nah ans Fenster, reduzieren Sie die Wassergaben und halten Sie Abstand zu Heizkörpern. Die Raumtemperatur sollte dabei nicht unter 18 °C sinken.
Ist Elefantenohr giftig?
Die bisherige redaktionelle Einstufung enthält einen Giftigkeitswarnhinweis; die artspezifische Bewertung für Menschen und einzelne Tierarten ist noch nicht vollständig quellengeprüft.
Eine fehlende Bestätigung bedeutet weder Giftigkeit noch Unbedenklichkeit. Nicht verzehren und bis zur Klärung außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren halten; bei vermuteter Aufnahme fachlichen Rat einholen.
Profi-Tipp
Die häufigsten Pflegefehler
- Austrocknen des Wurzelballens, besonders im Sommer
- Zu dunkler Standort im Winter
- Trockene Heizungsluft direkt über dem Heizkörper
- Dünger im Winter oder direkt nach dem Umtopfen
- Kaltes, kalkhaltiges Leitungswasser
Häufige Fragen
Wie oft muss man Elefantenohr gießen?
Im Sommer 2- bis 3-mal pro Woche, im Winter etwa 1-mal pro Woche. Entscheidend ist, dass den Wurzelballen gleichmäßig feucht halten, ohne Staunässe.
Welcher Standort ist ideal für Elefantenohr?
Ein Platz, der hell, ohne direkte Mittagssonne ist – zum Beispiel Ost- oder Westfenster bzw. hinter einem lichtdurchlässigen Vorhang am Südfenster.
Ist Elefantenohr für Anfänger geeignet?
Mit etwas Aufmerksamkeit ja – Standort und Gießen sollten stimmen.
Ist Elefantenohr giftig für Katzen?
Die bisherige redaktionelle Einstufung enthält einen Giftigkeitswarnhinweis; die artspezifische Bewertung für Menschen und einzelne Tierarten ist noch nicht vollständig quellengeprüft. Eine fehlende Bestätigung bedeutet weder Giftigkeit noch Unbedenklichkeit. Nicht verzehren und bis zur Klärung außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren halten; bei vermuteter Aufnahme fachlichen Rat einholen.


