Pflanzenfibel
Vermehrung

Purpurtute vermehren: Schritt-für-Schritt-Anleitung

So vermehren Sie Purpurtute erfolgreich – alle Methoden, der beste Zeitpunkt und die häufigsten Fehler.

Syngonium podophyllum3 Min. LesezeitPflegeaufwand: Einsteiger
Purpurtute – botanisches Art- oder Sortenbeispiel
Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz · CC BY-SA 4.0 · BildnachweisArt- oder Sortenbeispiel; Aussehen und Wuchs können abweichen.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Die bisherige redaktionelle Einstufung enthält einen Giftigkeitswarnhinweis; die artspezifische Bewertung für Menschen und einzelne Tierarten ist noch nicht vollständig quellengeprüft.

Eine fehlende Bestätigung bedeutet weder Giftigkeit noch Unbedenklichkeit. Nicht verzehren und bis zur Klärung außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren halten; bei vermuteter Aufnahme fachlichen Rat einholen.

Redaktioneller Sicherheitsstand: 10.10.2026. Diese Angaben ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung.

Bei Vergiftungsverdacht: Für Menschen in Österreich Vergiftungsinformationszentrale: 01 406 43 43 (Informationen des Gesundheitsportals). Für Tiere eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren.

Aus einer Pflanze werden viele: Purpurtute lässt sich auf mehreren Wegen vermehren. Das spart Geld, ergibt wunderbare Geschenke und verjüngt ältere Exemplare.

Der beste Zeitpunkt

Ideal ist das Frühjahr zwischen März und Juni. Dann sind die Tage lang, die Temperaturen steigen und die Pflanze steckt ihre Energie in neues Wachstum. Jungpflanzen bilden in dieser Phase am schnellsten Wurzeln. Im Herbst und Winter gelingt die Vermehrung zwar auch, dauert aber deutlich länger.

Geeignete Methoden im Überblick

  • Kopfstecklinge
  • Stecklinge im Wasserglas

Kopfstecklinge

Schneiden Sie im Frühjahr einen 10–15 cm langen Triebabschnitt direkt unter einem Blattknoten ab. Entfernen Sie die unteren Blätter, lassen Sie die Schnittstelle kurz antrocknen und stecken Sie den Steckling in feuchtes Anzuchtsubstrat. Eine übergestülpte Folienhaube erhöht die Luftfeuchtigkeit; nach drei bis sechs Wochen bilden sich Wurzeln.

Stecklinge im Wasserglas

Stellen Sie einen Steckling mit mindestens einem Knoten in ein Glas mit zimmerwarmem, abgestandenem Wasser. Wechseln Sie das Wasser wöchentlich. Sobald die Wurzeln 3–5 cm lang sind, wird die junge Pflanze in Erde gesetzt – zu lange Wasserwurzeln gewöhnen sich schlechter an Substrat.

Das brauchen Sie

  • Scharfes, desinfiziertes Messer oder Schere
  • Kleine Töpfe (6–9 cm) mit Abzugsloch
  • Nährstoffarme Anzuchterde, gemischt mit Perlite
  • Sprühflasche mit kalkarmem Wasser
  • Optional: Zimmergewächshaus oder Folienbeutel
  • Optional: Bewurzelungspulver

Nachsorge der Jungpflanzen

Stellen Sie die Jungpflanzen hell, aber ohne direkte Sonne auf, bei 20–24 °C. Lüften Sie Folienhauben täglich, um Schimmel zu vermeiden. Sobald sich deutlich neue Blätter zeigen, haben sich ausreichend Wurzeln gebildet. Nach etwa vier bis sechs Wochen werden die Jungpflanzen in normale Pflanzerde umgesetzt.

Typische Fehler bei der Vermehrung

  • Zu nasses Substrat – Stecklinge faulen statt zu bewurzeln.
  • Zu kalter Standort – unter 18 °C stockt die Wurzelbildung.
  • Pralle Sonne unter der Folienhaube – es entsteht ein Hitzestau.
  • Ungeduld: Stecklinge zu früh herausziehen, um nachzusehen.

Profi-Tipp

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Blattform von pfeilförmig zu tief gelappt.

Häufige Fragen

Wie vermehrt man Purpurtute am einfachsten?

Am einfachsten über Kopfstecklinge.

Wie lange dauert die Bewurzelung bei Purpurtute?

In der Regel drei bis acht Wochen, je nach Methode und Temperatur.

Kann man Purpurtute im Wasser bewurzeln?

Ja, Stecklinge bewurzeln sich zuverlässig im Wasserglas.