Pellefarn Pflege: Der komplette Ratgeber
Alles über die Pflege von Pellefarn: Standort, Gießen, Düngen, Umtopfen, Überwintern und typische Fehler – verständlich erklärt.

Sicherheit für Menschen und Haustiere
Für diese Pflanze liegt hier noch keine abgeschlossene, quellenbelegte Giftigkeitsprüfung für Menschen, Katzen und Hunde vor.
Eine fehlende Bestätigung bedeutet weder Giftigkeit noch Unbedenklichkeit. Nicht verzehren und bis zur Klärung außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren halten; bei vermuteter Aufnahme fachlichen Rat einholen.
Redaktioneller Sicherheitsstand: 10.10.2026. Diese Angaben ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung.
Bei Vergiftungsverdacht bei Menschen: Die passende Anlaufstelle nach Aufenthaltsland wählen.
- Österreich: Vergiftungsinformationszentrale: 01 406 43 43 (Offizielle Informationen).
- Deutschland: Regionalen Giftnotruf im offiziellen BfR-Verzeichnis auswählen.
- Schweiz: Tox Info Suisse: 145 (innerhalb der Schweiz) (Offizielle Informationen).
Bei Lebensgefahr sofort die Rettung alarmieren: Österreich 144, Deutschland 112, Schweiz 144.
Bei Tieren: Eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren.
Pellefarn gehört zu den Zimmerpflanzen, die mit wenigen, aber richtigen Handgriffen über viele Jahre gesund bleiben. Die Art stammt aus der Familie der Saumfarngewächse und ist ursprünglich in Neuseeland beheimatet. Die Pflege gilt als unkompliziert – ideal für Einsteiger und alle, die wenig Zeit haben.
In diesem Ratgeber erfahren Sie Schritt für Schritt, worauf es bei der Pflege ankommt – vom idealen Standort über das richtige Gießen bis hin zum Umtopfen und Überwintern.
Steckbrief auf einen Blick
- Botanischer Name
- Pellaea rotundifolia
- Familie
- Saumfarngewächse
- Herkunft
- Neuseeland
- Licht
- hell, ohne direkte Mittagssonne
- Gießen
- mäßig – etwa 1-mal pro Woche im Sommer
- Luftfeuchte
- gering
- Mindesttemperatur
- 10 °C
- Wuchs
- langsam, bis ca. 25 cm
- Pflegeaufwand
- Einsteiger
- Sicherheit
- Giftigkeit nicht abschließend geprüft
Standort
Pellefarn bevorzugt einen Platz, der hell, ohne direkte Mittagssonne ist. Gut geeignet sind Ost- oder Westfenster bzw. hinter einem lichtdurchlässigen Vorhang am Südfenster. Als Richtwert gelten 2.000–10.000 Lux – ein Wert, den Sie mit einer kostenlosen Lichtmesser-App am Smartphone grob überprüfen können.
Die Temperatur sollte ganzjährig nicht unter 10 °C fallen. Die Pflanze verträgt auch kühlere Räume und schätzt im Winter sogar eine Ruhephase bei niedrigeren Temperaturen.
Gießen
Der Wasserbedarf ist mäßig: gießen, sobald die oberen 2–3 cm Erde trocken sind. Im Sommer bedeutet das in der Regel etwa 1-mal pro Woche, im Winter alle 2–3 Wochen. Die Fingerprobe ist zuverlässiger als jeder starre Gießplan – stecken Sie einen Finger einige Zentimeter tief in die Erde, bevor Sie zur Gießkanne greifen.
Verwenden Sie möglichst zimmerwarmes, kalkarmes Wasser. Wasser, das sich nach 15 Minuten im Untersetzer oder Übertopf sammelt, wird ausgeleert – Staunässe ist bei Pellefarn eine der häufigsten Ursachen für Wurzelfäule.
Die Luftfeuchtigkeit sollte gering sein – normale Raumluft von 30–40 % genügt. Zusätzliches Besprühen ist nicht nötig.
Düngen
Für Pellefarn eignet sich Grünpflanzendünger in halber Dosis, verabreicht alle 3–4 Wochen von März bis September. Von Oktober bis Februar wird die Düngung eingestellt oder stark reduziert, da die Pflanze in dieser Zeit kaum wächst. Frisch umgetopfte Pflanzen benötigen in den ersten sechs bis acht Wochen keinen Dünger, weil neue Erde bereits vorgedüngt ist.
Umtopfen & Erde
Als bisherige Substratorientierung gilt lockere, humusreiche Erde mit Kokosfasern und etwas Perlite, leicht sauer; spezielle Artanforderungen haben Vorrang. Ob ein Topfwechsel nötig ist, nach Wurzelraum, Substratzustand und tatsächlichem Wachstum entscheiden, nicht allein nach einer festen Jahreszahl.
Für gewöhnliche erdgebundene Topfpflanzen sind geeignete Abzugslöcher und eine passende Substratstruktur wichtiger als eine separate grobe Bodenschicht. Eine zusätzliche Blähtonschicht ist keine allgemeine Pflicht; Kies im äußeren Übertopf ist von einer Schicht unter der Erde im Pflanztopf zu unterscheiden. (Illinois Extension: Topfdrainage).
Beim Umtopfen die spezifische Pflanzenkultur berücksichtigen. Nicht pauschal jedes Mal sämtliche Erde abschütteln, Wurzeln zurückschneiden oder unabhängig von der Art in einen deutlich größeren Topf wechseln.
Schneiden
Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht notwendig. Entfernen Sie lediglich vergilbte oder vertrocknete Blätter möglichst nah an der Basis. Verwenden Sie immer ein scharfes, sauberes Werkzeug, um Infektionen zu vermeiden.
Überwintern
Im Winter sinkt das Lichtangebot deutlich. Stellen Sie Pellefarn daher möglichst nah ans Fenster, reduzieren Sie die Wassergaben und halten Sie Abstand zu Heizkörpern. Eine kühlere Phase zwischen 10 und 15 °C wirkt sich positiv aus.
Ist Pellefarn giftig?
Für diese Pflanze liegt hier noch keine abgeschlossene, quellenbelegte Giftigkeitsprüfung für Menschen, Katzen und Hunde vor.
Eine fehlende Bestätigung bedeutet weder Giftigkeit noch Unbedenklichkeit. Nicht verzehren und bis zur Klärung außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren halten; bei vermuteter Aufnahme fachlichen Rat einholen.
Profi-Tipp
Die häufigsten Pflegefehler
- Zu häufiges Gießen und Staunässe im Übertopf
- Zu dunkler Standort im Winter
- Übermäßiges Besprühen der Blätter
- Dünger im Winter oder direkt nach dem Umtopfen
- Kaltes, kalkhaltiges Leitungswasser
Häufige Fragen
Wie oft muss man Pellefarn gießen?
Im Sommer etwa 1-mal pro Woche, im Winter alle 2–3 Wochen. Entscheidend ist, dass gießen, sobald die oberen 2–3 cm Erde trocken sind.
Welcher Standort ist ideal für Pellefarn?
Ein Platz, der hell, ohne direkte Mittagssonne ist – zum Beispiel Ost- oder Westfenster bzw. hinter einem lichtdurchlässigen Vorhang am Südfenster.
Ist Pellefarn für Anfänger geeignet?
Ja, die Pflanze ist robust und verzeiht kleinere Fehler.
Ist Pellefarn giftig für Katzen?
Für diese Pflanze liegt hier noch keine abgeschlossene, quellenbelegte Giftigkeitsprüfung für Menschen, Katzen und Hunde vor. Eine fehlende Bestätigung bedeutet weder Giftigkeit noch Unbedenklichkeit. Nicht verzehren und bis zur Klärung außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren halten; bei vermuteter Aufnahme fachlichen Rat einholen.


