Pflanzenfibel
Vermehrung

Monstera vermehren: Schritt-für-Schritt-Anleitung

So vermehren Sie Monstera erfolgreich – alle Methoden, der beste Zeitpunkt und die häufigsten Fehler.

Monstera deliciosa3 Min. LesezeitPflegeaufwand: Einsteiger
Monstera – botanisches Art- oder Sortenbeispiel
Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz · CC BY-SA 4.0 · BildnachweisArt- oder Sortenbeispiel; Aussehen und Wuchs können abweichen.

Aus einer Pflanze werden viele: Monstera lässt sich auf mehreren Wegen vermehren. Das spart Geld, ergibt wunderbare Geschenke und verjüngt ältere Exemplare.

Der beste Zeitpunkt

Ideal ist das Frühjahr zwischen März und Juni. Dann sind die Tage lang, die Temperaturen steigen und die Pflanze steckt ihre Energie in neues Wachstum. Jungpflanzen bilden in dieser Phase am schnellsten Wurzeln. Im Herbst und Winter gelingt die Vermehrung zwar auch, dauert aber deutlich länger.

Geeignete Methoden im Überblick

  • Kopfstecklinge
  • Stecklinge im Wasserglas
  • Abmoosen

Kopfstecklinge

Schneiden Sie im Frühjahr einen 10–15 cm langen Triebabschnitt direkt unter einem Blattknoten ab. Entfernen Sie die unteren Blätter, lassen Sie die Schnittstelle kurz antrocknen und stecken Sie den Steckling in feuchtes Anzuchtsubstrat. Eine übergestülpte Folienhaube erhöht die Luftfeuchtigkeit; nach drei bis sechs Wochen bilden sich Wurzeln.

Stecklinge im Wasserglas

Stellen Sie einen Steckling mit mindestens einem Knoten in ein Glas mit zimmerwarmem, abgestandenem Wasser. Wechseln Sie das Wasser wöchentlich. Sobald die Wurzeln 3–5 cm lang sind, wird die junge Pflanze in Erde gesetzt – zu lange Wasserwurzeln gewöhnen sich schlechter an Substrat.

Abmoosen

Bei älteren, verkahlten Pflanzen wird der Stamm unterhalb eines Knotens leicht angeritzt, mit feuchtem Sphagnum-Moos umwickelt und mit Folie fixiert. Nach sechs bis zehn Wochen haben sich im Moos Wurzeln gebildet, und der Kopf kann abgetrennt und eingetopft werden.

Das brauchen Sie

  • Scharfes, desinfiziertes Messer oder Schere
  • Kleine Töpfe (6–9 cm) mit Abzugsloch
  • Nährstoffarme Anzuchterde, gemischt mit Perlite
  • Sprühflasche mit kalkarmem Wasser
  • Optional: Zimmergewächshaus oder Folienbeutel
  • Optional: Bewurzelungspulver

Nachsorge der Jungpflanzen

Stellen Sie die Jungpflanzen hell, aber ohne direkte Sonne auf, bei 20–24 °C. Lüften Sie Folienhauben täglich, um Schimmel zu vermeiden. Sobald sich deutlich neue Blätter zeigen, haben sich ausreichend Wurzeln gebildet. Nach etwa vier bis sechs Wochen werden die Jungpflanzen in normale Pflanzerde umgesetzt.

Typische Fehler bei der Vermehrung

  • Zu nasses Substrat – Stecklinge faulen statt zu bewurzeln.
  • Zu kalter Standort – unter 18 °C stockt die Wurzelbildung.
  • Pralle Sonne unter der Folienhaube – es entsteht ein Hitzestau.
  • Ungeduld: Stecklinge zu früh herausziehen, um nachzusehen.

Profi-Tipp

Die typischen Schlitze in den Blättern bilden sich erst an älteren Pflanzen und bei ausreichend Licht – junge Blätter sind oft noch ganzrandig.

Häufige Fragen

Wie vermehrt man Monstera am einfachsten?

Am einfachsten über Kopfstecklinge.

Wie lange dauert die Bewurzelung bei Monstera?

In der Regel drei bis acht Wochen, je nach Methode und Temperatur.

Kann man Monstera im Wasser bewurzeln?

Ja, Stecklinge bewurzeln sich zuverlässig im Wasserglas.